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Leder - Reinigung und Pflege
wurde eingetragen von EngelS2R am 29.09.2009 um 07:52 Uhr und bisher 2879 mal gelesen.
Beschreibung:

1. säubern (Fliegen uä.)
Lederwaschmittel (ist rückfettend, auch für Maschinenwäsche geeignet, nachträgliches Fetten nur im Ausnahmefall!)
Pflegeschaum
Lederseife
aus dem Fachhandel

2. imprägnieren?
Nach einer Grundreinigung/Wäsche, nicht zu oft, damit die Poren nicht verstopfen, denn qualitativ hochwertige Lederreinigungsmittel (oben aufgeführt) haben i.d.R. bereits imprägnierende Eigenschaften.

womit? Hier gilt: lieber etwas mehr bezahlen (z.B. für Marken wie Collonil oder Solitaire), dafür muß man auch seltener imprägnieren. Bitte keine Bilig-Sprays aus dem Supermarkt (Erdal / Deichmann etc.), diese verstopfen die Poren (bilden nach mehrfacher Anwendung einen Film auf dem Leder).

3. fetten/ölen
ja/nein, wie oft: wenn das Leder sich "trocken" anfühlt, nicht mehr "weich" im Griff ist. Vorsicht: zu häufiges Fetten/Ölen verstopft die Poren und führt ebenfalls zum Narbenbruch. Bei Überfettung/Überölung sieht die Oberfläche michlig aus. In diesem Fall vorerst keine Pflegeprodukte auftragen, nur mit feuchtem Tuch/Schwamm reinigen, bitte dafür KEINE handelsübliche Seife/Waschmittel (ausser original Lederseife aus dem Fachhandel) verwenden, die Tenside sind schädlich für die Lederfaser.

4. Sonderfälle
a) neues Leder: im ersten Jahr ist einfetten nicht nötig (außer bei starker Beanspruchung, dann siehe oben)
b ) altes Leder: nach Reinigung mit Lederwaschmittel prüfen, ob soft im Griff, sonst ggf. leicht nachfetten. Danach Pflege siehe oben.
c) Känguruhleder: zu behandeln wie oben aufgefüht, das Leder gilt als besonders robust.
d) Sonderfarben - weiß - rot: damit die Farben frisch bleiben ist eine regelmäßige Reinigung/Pflege unumgänglich. Besonders bei der Farbe weiß, wer hier den Dreck zu lange drauflässt, bekommt die Stellen nicht mehr richtig sauber. Bei verblasster Farbe bzw. schmuddeligem Weiß kann man mit deckender Schuhcreme nachhelfen (bitte auch hier auf Qualität achten, z.B.: Collonil Colorit). Diese muß aber gut aufgetragen und kräftig auspoliert werden, damit nichts abfärbt.

Ein informativer Link bezüglich Lederreinigung (ab Seite 4):http://www.lederpedia.de/_media/downloads/lederherstellung_in_der_schnelluebersicht_und
_lederpflege.pdfAnstelle Kernseife (auch Sattelseife) verwendet man heute das Lederwaschmittel, nach Bedarf auch unverdünnt.


Beim Kauf von Pflegemitteln immer beachten: je günstiger das Produkt, umso schlechter die Qualität! Bei Billigprodukten (im Supermarkt etc. erhältlich) werden Silicone zugesetzt, die auf Dauer den Ledernarben verstopfen und zum irreparablen Narbenbruch führen.

Ein sehr zu empfehlender Onlineshop ist dieser:

Collonil Bike-Lederpflegeserie
Bitte nicht von den Preisen abschrecken lassen, die Investition lohnt sich langfristig!

Hier noch ein paar Produkte von Collonil die optimal für die Reinigung insbesondere (aber nicht nur) von hellem (weißem) Leder geeignet sind:
Collonil Spezialreiniger
Collonil Reinigungs- u. Pflegegel
Collonil Shampoo


Bitte KEINE herkömmlichen Waschmittel benutzen und danach die Lederbekleidung einfach einölen oder einfetten. Die Tenside der "normalen" Waschmittel laugen das Leder aus, schaden der Lederfaser und sorgen für vorzeitigen Verschleiß, auch wenn es erstmal nicht danach aussieht. Beim Leder handelt es sich um eine Haut, die in ihrer Eigenschaft durch Gerbung dem Zweck angepasst wurde. Stellt euch mal vor, ihr wascht euch regelmäßig mit scharfen Waschmitteln. Das tut eurer Haut auch nicht gut, und selbst nachträglich eincremen heilt die gerissene Haut nicht.....

Hoffe weitergeholfen zu haben.

Und hier noch eine Lektüre zum Nachlesen:
URL=http://www.lederpedia.de/lederherstellung /uebersicht_und_zusammenfassende_betrachtung


Erläuterung der verschiedenen Pflegemittel:

Pflegemilch:
Pflegemilch für Leder ist im Prinzip eine dünnflüssige Emulsion aus Wasser und Fetten/Ölen, die mit Hilfe eines Emulgators eine gleichmäßige Beschaffenheit erhält und sich mit einem weichen Tuch leicht auf das Leder auftragen lässt. Sie kann zusätzlich zu ihren rückfettenden Eigenschaften noch mit weiteren Additiven ausgestattet sein, etwa UV-Filter gegen Ausbleichen, Antioxidantien, um den Verfall des Leders zu stoppen, oder auch Antiknarzadditive, um Störgeräusche zu minimieren.

Pflegecreme:
Im Vergleich zur Pflegemilch weist Pflegecreme eine höhere Viskosität, also Festigkeit in ihrer Struktur auf, da sie Stabilisatoren enthält. Ansonsten handelt es sich aber auch hier um eine Emulsion. Ihre Wirkung ist gegenüber der Pflegemilch vergleichbar. Eine Pflegemilch dringt dadurch, dass sie dünnflüssiger ist, tiefer in die Lederstruktur ein.

Lederfett:
Vor allem für den Schuhpflegebereich kommen Lederfette zum Einsatz, z. B. auf Vaselinebasis, oder auf Basis tierischer Fette. Sie haben vor allem eine hydrophobierende (wasserabweisende) und natürlich rückfettende Wirkung, sind aber nur für gedeckte Glattleder geeignet, da sie auf offenporigen Ledern (Rauleder, Anilinleder) nicht zu entfernende Flecken und Rückstände hinterlassen. Ihre Struktur ist je nach Umgebungstemperatur zäh bis cremig. Lederfette sind aufgrund der starken Rückfettung eher für Leder im Außenbereich empfehlenswert, im Fahrzeug- oder Möbelbereich nur bedingt, da die stark rückfettende Wirkung nur bei älteren Ledern Sinn macht.

Lederöl:
Wenn es bei verhärteten und ausgetrockneten Ledern auf eine Durchtränkung und Imprägnierung des Leders mit rückfettenden Stoffen ankommt (auch wichtig bei Schuhsohlen), ist flüssiges Lederöl die beste Wahl. Auch hier sind für die Behandlung nur gedeckte Leder, keine offenporigen Leder geeignet.


Sehr häufig wird strittig diskutiert, ob ein Fett oder ein Öl die beste Pflege für ein Leder ist. Häufig wird argumentiert, dass ein Lederfett die Poren schließen würde. Umgekehrt wird argumentiert, dass ein Lederöl das Leder "zu ölig" macht.

Zum Lederfett muss man anmerken, dass ein Lederfett ohne besonders zähe Harze und Wachse die Atmungsaktivität eines Schuhleders oder einer Motorradkombi kaum beeinträchtigt. Genausowenig "verölt" ein sparsam aufgetragenes Lederöl.

Bei einem alten, trockenen Leder macht es durchaus Sinn, eher ein Lederöl zu verwenden. Dieses ist flüssiger und dringt tiefer in die Fasern vor, die durch die Trockenheit bereits gelitten haben. Bei einem Neuleder ist es hingegen egal, ob ein Öl oder ein Fett sparsam aufgetragen wird. In solchen Fällen bleibt es dem Kunden überlassen, welches Produkt er vorzieht.


Sattelseife:
Eine alkalische Seife, die historisch für die Reinigung von Sätteln, Riemen und ähnlichen Artikeln verwendet wurde. Heutzutage wird Sattelseite kaum noch verwendet und ist auch eigentlich nicht ideal für die Reinigung von Ledern. Leder selbst werden in der Gerberei im sauren Bereich produziert. Moderne Reiniger berücksichtigen das und sind idealerweise nicht stark alkalisch.
Sattelseife wird im Handel sowohl in flüssiger als auch in fester Form angeboten.

Balsam:
Als Lederbalsam werden oft Pflegemittel für gedeckte Glattleder angeboten, die auf Basis von Harzen und Wachsen, etwa Bienenwachs, hergestellt wurden. Ihre Hauptwirkung besteht in der wasser- und schmutzabweisenden Beschichtung.

Produkte auf Harz- oder Wachsbasis dienen hauptsächlich der Imprägnierung. Daher sind diese Produkte eher für Außenleder geeignet. Die porenschließende Wirkung von Harzen und Wachsen, die Rückpolierbarkeit und insbesondere die knarzverstärkende Wirkung von Bienenwachs macht solche Produkte für den Fahrzeug- und Möbelbereich ungeeignet.

(c) Lederzentrum.de

Gruß EngelS2R

Externer Download-Link:
http://www.lederpedia.de/_media/downloads/lederherstellung_in_der_schnelluebersicht_und_lederpflege.pdf
 
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